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Emil-von-Behring-Schule

Abschlussfeier der Pflegeausbildungen: Ein Meilenstein für die Zukunft

Mit Stolz, großer Dankbarkeit und vielen bewegenden Momenten verabschiedete die Emil-von-Behring-Schule die Absolventinnen und Absolventen der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung sowie der zweijährigen Fachschule für Weiterbildung in der Pflege in Teilzeitform. Gemeinsam mit Familien, Freunden, Lehrkräften, Praxisanleitenden und Vertreterinnen und Vertretern der kooperierenden Einrichtungen wurde der erfolgreiche Abschluss einer intensiven Ausbildungszeit gefeiert.

Schulleiterin Judith Prus gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu ihrem Erfolg. Nach einer intensiven, anspruchsvollen und herausfordernden Zeit hielten sie nun ihren wohlverdienten Abschluss in den Händen. Gleichzeitig lud sie dazu ein, innezuhalten und bewusst auf das Erreichte zurückzublicken. „Seien Sie stolz auf das, was Sie geschafft haben“, gab sie den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg.

Mit einem aktuellen Vergleich zur Fußballweltmeisterschaft verdeutlichte sie, dass jeder Abschluss zugleich einen Neuanfang bedeute: „Nach jedem Abpfiff beginnt bereits die Vorbereitung auf das nächste Spiel.“ Auch für die Absolventinnen und Absolventen starte nun ein neuer Lebensabschnitt – zurück im Berufsalltag oder auf dem nächsten Karriereweg. Sie hätten während ihrer Ausbildung nicht nur fundiertes Fachwissen und praktische Erfahrung erworben, sondern auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen, in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und als Team zusammenzuarbeiten. Aus einer Gruppe einzelner Menschen sei eine starke Gemeinschaft entstanden, denn – so Prus – „gute Pflege gelingt nie allein.“ Abschließend ermutigte sie die Absolventinnen und Absolventen, auf ihr Wissen, ihre Teamfähigkeit und ihre Empathie zu vertrauen: „Sie übernehmen eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft.“

Mit viel Herzlichkeit blickten die Klassenlehrkräfte Carina Strohm und Juan Zuninga auf die gemeinsame Ausbildungszeit zurück. Sie erinnerten an Phasen der Erschöpfung, an Zweifel und Herausforderungen – vor allem aber an den Mut und die Ausdauer ihrer Klassen. Immer wieder hätten die angehenden Pflegefachkräfte bewiesen, dass Aufgeben keine Option sei.

Dabei stellten sie eine zentrale Frage: „Was bedeutet Pflege?“ Die Antwort gaben sie selbst: Pflege bedeute, einem Menschen Sicherheit zu geben, wenn er Angst habe. Pflege bedeute, Würde zu bewahren. Pflege bedeute, jeden Tag Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die auf Unterstützung angewiesen seien. Deshalb appellierten sie an ihre Absolventinnen und Absolventen, stets kritisch, reflektiert und verantwortungsbewusst zu handeln. Ihre Arbeit sei von unschätzbarem Wert.

Mit einem bildhaften Vergleich beschrieb Carina Strohm die vergangenen drei Jahre als Busreise. Diese sei alles andere als eine gemütliche Stadtrundfahrt gewesen. Umleitungen, Baustellen, Staus und unerwartete Wendungen hätten den Weg geprägt. Nun ende diese gemeinsame Fahrt – doch das Steuer übernähmen ab sofort die Absolventinnen und Absolventen selbst. Passend dazu erhielt jede und jeder symbolisch ein Ticket für die nächste Reise. Als weiteres Geschenk überreichte die Schule eine Diagnostikleuchte – verbunden mit dem Wunsch, auch künftig stets den Durchblick zu behalten.

Unter großem Applaus schritten anschließend alle Absolventinnen und Absolventen über einen roten Teppich, um ihre Abschlusszeugnisse entgegenzunehmen – ein feierlicher Moment, der den Stolz über das Erreichte eindrucksvoll sichtbar machte.

Auch die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Weiterbildung wurden besonders gewürdigt. Klassenlehrerin Ines Doll schenkte ihnen einen selbst gestalteten Sonnenfänger. Dieser könne selbst den kleinsten Lichtstrahl einfangen und einen Raum mit Farben erfüllen. Genauso, so ihre Botschaft, könnten auch die Absolventinnen und Absolventen mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer Persönlichkeit das Leben anderer Menschen bereichern.

Durch das abwechslungsreiche Programm führte Abteilungsleiter Maciej Próchniak. Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung herausragender Leistungen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der kooperierenden Praxiseinrichtungen – stellvertretend überreichte Tanja Gölz von der Mobilen Hilfe GmBH Kuchen die Auszeichnung – wurde die beste Prüfungsleistung geehrt.

Darüber hinaus wurde die beste Facharbeit der Weiterbildung ausgezeichnet. Sie gilt als Herzstück der Qualifizierung, da wissenschaftliche Erkenntnisse in einem konkreten Projekt innerhalb der eigenen Einrichtung umgesetzt werden. Prämiert wurde die Arbeit „Orientierungsleitfaden für Mitarbeiter des DRK“ von Sevim Özaydin. Die Facharbeit zeigte eindrucksvoll, wie wichtig gute Mitarbeiterführung ist, warum Führungskräfte nicht jede Herausforderung selbst lösen müssen und wie Mitarbeitende durch Vertrauen und Verantwortung an ihren Aufgaben wachsen können.

Für einen besonders emotionalen Abschluss sorgten die persönlichen Worte der Absolventinnen und Absolventen. In ihren Redebeiträgen blickten sie auf die gemeinsame Zeit zurück, bedankten sich bei ihren Lehrkräften und Praxisanleitenden und überreichten ihnen als Zeichen der Wertschätzung kleine Geschenke. Musikalisch wurde die gesamte Feier von Juan Zuninga mit einfühlsamem Gitarrenspiel begleitet und erhielt dadurch einen stimmungsvollen Rahmen.

Mit ihren Abschlüssen verlassen die Absolventinnen und Absolventen die Emil-von-Behring-Schule bestens vorbereitet für ihren weiteren beruflichen Weg. Die Schulgemeinschaft gratuliert herzlich und wünscht ihnen für ihre Zukunft Mut, Freude und Erfolg – und dass sie sich stets daran erinnern, welchen wertvollen Beitrag sie jeden Tag für andere Menschen leisten.

 

 

Artikel: Tina-Corinne Walz, Philipp Danquard

Bild: Anna Biermann