Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde Frau Judith Prus am 05.Mai 2026 als neue Schulleiterin an der Emil-von-Behring-Schule in Geislingen in ihr Amt eingeführt. In einem würdigen Rahmen, der von musikalischen Beiträgen und persönlichen Worten geprägt war, wurde deutlich, dass diese Einsetzung weit mehr ist als ein formaler Akt: Sie steht für einen Neuanfang, der auf Verantwortung, Vertrauen und gemeinsamer Gestaltung basiert.
Den Auftakt der Feier bildete eine musikalische Einstimmung, bevor die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Bassler die Gäste begrüßte. Anschließend richteten die Leitende Regierungsschuldirektorin Tanja Feest vom Regierungspräsidium Stuttgart sowie Landrat Markus Möller ihre Grußworte an die Schulgemeinschaft. Beide zeichneten dabei den beruflichen Lebensweg von Judith Prus nach, der sie über Aalen nach Trier und anschließend nach Plön in Schleswig-Holstein führte, bevor sie nach Baden-Württemberg zurückkehrte. Zugleich würdigten sie ihre fachliche Kompetenz, ihre Führungserfahrung und ihre Bedeutung für die Weiterentwicklung der Emil-von-Behring-Schule als wichtigen Bildungsstandort in der Region.
Weitere Beiträge aus dem Kollegium, der Schülerschaft und dem Personalrat sowie musikalische Zwischenspiele – unter anderem Werke von Ludovico Einaudi und Johannes Brahms – verliehen der Veranstaltung einen festlichen und zugleich persönlichen Charakter. Ein besonderer Moment war die symbolische Übergabe einer Geigenfeige durch das Kollegium, überreicht im Namen der Personalratsvorsitzenden. Die Pflanze steht für Robustheit, Beständigkeit und Wachstum – Eigenschaften, die auch für die neue Aufgabe von Frau Prus von zentraler Bedeutung sind. In ihrer Antrittsrede griff sie dieses Symbol auf und machte deutlich, wie eng Verantwortung und Vertrauen in einem Kollegium miteinander verbunden sind.
Judith Prus betonte, dass Schule nur dort gelingen könne, wo Vertrauen gelebt werde. Vertrauen sei dabei nicht nur Grundlage, sondern auch Ansporn und Motivation. Es gehe darum, im schulischen Alltag von Dankbarkeit und Respekt getragen zu handeln und dabei stets die Menschen im Blick zu behalten. Besonders hob sie hervor, wie wichtig es sei, junge Menschen auf ihrem Weg zu begleiten, ihnen Orientierung zu geben und Bildung aktiv zu gestalten. Gleichzeitig formulierte sie drei zentrale Leitgedanken für die zukünftige Entwicklung der Emil-von-Behring-Schule: Erstens soll die Schule als starker Bildungsstandort weiterentwickelt werden, der jungen Menschen echte Perspektiven bietet. Dazu zählen auch Investitionen wie der vom Landkreis Göppingen errichtete Erweiterungsbau mit modernen Skills Labs. Zweitens stellte sie Chancengerechtigkeit und Vielfalt als zentrale Stärke heraus: Unterschiedliche Hintergründe und Fähigkeiten sollen als Potenziale erkannt und gezielt gefördert werden. Drittens gehe es darum, Schülerinnen und Schüler auf die Veränderungen von morgen vorzubereiten – insbesondere im Gesundheitswesen und im Umgang mit neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz. Hier sei es entscheidend, fachliche Kompetenzen mit innovativen Methoden zu verknüpfen und Theorie und Praxis, etwa in den Skills Labs, eng miteinander zu verbinden.
Beim anschließenden Stehempfang bot sich Gelegenheit für persönliche Gespräche und Begegnungen, die den feierlichen Charakter des Tages abrundeten.
Bilder: Anna Biermann
Artikel: Tina-Corinne Walz; Philipp Danquard



