Als Fairtrade-Schule setzt sich die Emil-von-Behring-Schule aktiv für nachhaltige Entwicklung, fairen Handel und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen ein. Ein besonderer Höhepunkt im Schuljahr war deshalb erneut der Fairtrade- und Nachhaltigkeitstag, der am 28. Juli 2026 stattfand.
Das Fairtrade- und Nachhaltigkeitsteam unter der Leitung von Benedikt Bass und Florian Baur hatte gemeinsam mit zahlreichen Lehrkräften ein vielfältiges Programm organisiert. Alle Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen des Beruflichen Gymnasiums sowie der zweijährigen Berufsfachschule konnten aus verschiedenen Projekten wählen und Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern unmittelbar erleben.
Die Angebote deckten dabei zahlreiche Bereiche nachhaltigen Handelns ab. Eine Gruppe besuchte den Demeter-Hof Sonnenhof in Bad Boll, wo sie Einblicke in die ökologische Landwirtschaft, die hofeigene Bäckerei, den Gemüseanbau und die Milchviehhaltung erhielt. Dabei wurde deutlich, wie regionale und biologische Lebensmittel nachhaltig produziert werden.
Im Botanischen Garten Ulm erfuhren die Teilnehmenden Wissenswertes über tropische Nutzpflanzen wie Kakao, Vanille und Kaffee. Beim anschließenden Besuch des Weltladens standen Fairtrade-Produkte und globale Lieferketten im Mittelpunkt. So wurde anschaulich vermittelt, welchen Unterschied fairer Handel für Produzentinnen und Produzenten weltweit macht.
Auch das Thema Bienen spielte eine wichtige Rolle. Beim Workshop zur nachhaltigen Imkerei entstanden aus den Erzeugnissen der schuleigenen Bienenvölker Kerzen, Kosmetik und Salben. Gleichzeitig lernten die Schülerinnen und Schüler, warum Bienen für Artenvielfalt und Ernährungssicherheit unverzichtbar sind.
Wer sich für nachhaltigen Konsum interessierte, konnte an einer nachhaltigen Stadtführung durch Ulm teilnehmen und Geschäfte kennenlernen, die sich für fair gehandelte und umweltfreundliche Produkte einsetzen.
Naturbegeisterte gingen bei einem Naturspaziergang mit Artenkenntnis auf Entdeckungstour und lernten heimische Pflanzen und Tiere besser kennen. Im Globalen Klassenzimmer in Stuttgart setzten sich andere Gruppen mit den Auswirkungen unseres Konsumverhaltens auseinander und entwickelten Ideen für einen nachhaltigeren Alltag.
Besonders aktiv wurde es bei einer rund zehn Kilometer langen Nachhaltigkeitswanderung rund um den Tegelberg. Auf dem Weg besuchten die Teilnehmenden unter anderem einen Solarpark, ein Wasserkraftwerk, den Windpark Tegelberg-Dorf sowie einen regionalen Hofladen. So konnten sie verschiedene Formen erneuerbarer Energien und regionaler Wertschöpfung direkt vor Ort kennenlernen.
Der Nachhaltigkeitstag zeigte eindrucksvoll, dass Lernen außerhalb des Klassenzimmers besonders nachhaltig wirkt. Die Schülerinnen und Schüler sammelten vielfältige Eindrücke, konnten selbst aktiv werden und erhielten zahlreiche Anregungen, wie nachhaltiges Handeln im Alltag gelingen kann.
Mit Aktionen wie diesem unterstreicht die Emil-von-Behring-Schule ihren Anspruch, Nachhaltigkeit und Fairtrade nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern als festen Bestandteil des Schullebens zu leben. Ein herzlicher Dank gilt dem gesamten Fairtrade- und Nachhaltigkeitsteam sowie allen beteiligten Lehrkräften, die diesen abwechslungsreichen und gelungenen Projekttag ermöglicht haben.
Artikel: Tina-Corinne Walz, Philipp Danquard
Bilder: Anna Biermann und das Kollegium



