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Emil-von-Behring-Schule

„Das Herz am rechten Fleck“ – Abschlussfeier der Pflegeabteilungen an der EvBS

Mit einem musikalischen Auftakt zu „Adiós le pido“ von Juanes begann an der Emil-von-Behring-Schule eine feierliche und zugleich berührende Abschlussfeier: Verabschiedet wurden die Absolventinnen und Absolventen der dreijährigen generalistischen Berufsfachschule für Pflege (3BFP3) sowie der Fachschule für Weiterbildung in der Pflege in Teilzeitform (FPLT2). Ein Moment voller Freude, Stolz und Dankbarkeit – so beschrieb es Schulleiterin Gabriele Braun in ihrer Begrüßungsrede.

Die Absolventinnen und Absolventen hätten in den vergangenen Jahren nicht nur eine anspruchsvolle, sondern auch zutiefst erfüllende Ausbildung durchlaufen. „Sie nehmen jetzt Schlüsselpositionen in Pflegeeinrichtungen ein“, betonte Braun, die sich für das große Engagement bedankte. In ihrer Rede erinnerte sie daran, worauf es in der Pflege wirklich ankommt: „Das Herz ist das wichtigste Organ in der Pflege. Herzliche Fürsorge für die zu Pflegenden ist enorm wichtig.“ Besonders die frisch gebackenen Stationsleitungen des FPLT2-Kurses sollen die Bedeutung des „Leitens mit Herz“ immer bedenken, aber auch auf ihre Gesundheit achten – als symbolisches Präsent überreichte die Schulleiterin deshalb jedem ein Antistress-Herz mit passenden Übungen zum schnellen Cool-Down, aber auch der Selbstfürsorge. „Denn Sie müssen immer der fitte ruhende Pol Ihrer Station sein“, so Braun.

Auch der Dank an das Kollegium kam nicht zu kurz. Die Klassen- und Fachlehrkräfte der Emil-von-Behring-Schule hätten ihre Fächer nicht nur unterrichtet, sondern mit Begeisterung und Herz vermittelt – und so ihre Schülerinnen und Schüler inspiriert, getragen und motiviert.

Ein feierlicher Höhepunkt der Veranstaltung war der Gang über den roten Teppich, an dessen Ende die Zeugnisse, Belobigungen und Preise für besonders herausragende Leistungen überreicht wurden. Ein Moment, der viele bewegte – und dabei nicht das einzige emotionale Highlight bleiben sollte. Denn für eine ganz besondere Überraschung sorgte ein Heiratsantrag mitten in der Feier: Ein Absolvent machte seiner Partnerin, welche er während der Ausbildung kennengelernt hat, vor versammeltem Publikum einen Antrag. Unter großem Applaus, gerührten Blicken und einem Hauch Romantik sagte die künftige Braut strahlend „Ja“. Ein bewegender Moment, der eindrucksvoll zeigte: Pflege verbindet – nicht nur beruflich, sondern auch im Herzen.

Klassenlehrerin Josephine Hauptmann Zuniga blickte in ihrer Rede auf drei herausfordernde, aber auch bereichernde Ausbildungsjahre zurück. „Die Ziellinie ist erreicht“, sagte sie, und erinnerte ihre Schützlinge: „Einmal am Tag lachen ist die beste Medizin.“ Auch in Zukunft sollten sie ihren Humor und ihre Freude am Menschen bewahren.

Klassenlehrerin Svenja Gruber wählte ein für die Pflege typisches Bild: das Maßband. Jeder der Absolventinnen und Absolventen habe in den drei Jahren „Zentimeter für Zentimeter“ wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt – und solle dieses innere Maßband auch künftig nutzen. „Pflege ist nicht nur ein Job, sondern auch eine Haltung“, brachte sie es auf den Punkt.

Persönlich wurde es bei Klassenlehrerin Ines Doll, die auf jeden einzelnen ihrer Schülerinnen und Schüler mit kleinen Anekdoten zurückblickte und damit nicht nur ein Lächeln, sondern auch Tränen der Rührung auslöste.

Sonderpreise für herausragende Leistungen wurden von Tanja Gölz von der Mobilen Pflege in Kuchen überreicht – gestiftet von verschiedenen Pflegeeinrichtungen aus der Region, die die Leistung und das Potenzial der neuen Pflegekräfte damit besonders würdigten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der besten Facharbeit. Andrea Spadinger hielt eine Laudatio auf das Thema „Schmerzerfassung im Rahmen der Qualitätssicherung bei der Durchführung einer Pflegevisite in der ambulanten Pflege“ und zeichnete Kristin Breiler aus – für eine Arbeit, die eindrucksvoll beweist, wie sich subjektive Empfindungen wie Schmerz in objektive Daten überführen lassen. Ein Leuchtturmprojekt für die Pflegepraxis.

Ein besonders persönliches Geschenk wurde zum Schluss überreicht: Ein Kochbuch für Schulleiterin Gabriele Braun, welche nach 15 Jahren im Amt der Schulleiterin in den Ruhestand gehen wird, gefüllt mit den Lieblingsrezepten der Absolventinnen und Absolventen – von Vietnam bis Kenia. Ein symbolischer Beweis dafür, wie interkulturell und vielfältig die Pflegeabteilung der Emil-von-Behring-Schule ist.

Mit einem stimmungsvollen Bilderrückblick und herzlichen Beiträgen der Klassen – darunter Danksagungen und liebevolle Geschenke an das Lehrerkollegium – endete eine rundum gelungene Abschlussfeier. Und mit ihr beginnt für viele ein neuer Lebensabschnitt – voller Verantwortung, Herz und Menschlichkeit.

 

 

Artikel: Tina-Corinne Walz, Philipp Danquard

Bilder: Anna Biermann

Sozial- und gesundheitswissenschaftliches Gymnasium

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